🔎 Übersicht der oben aufgeführten Produkte
#1Byodo - kaltgepresstes Bio-Leinöl (2 x 250 ml Dosen)

Das kaltgepresste Leinöl von Byodo weist Bio-Qualität auf und wird in Dosen aus Weißblech abgefüllt. Der Vorteil von Weißblech ist, dass es ein viel geringeres Gewicht als Glas hat und sogar besser recycelt werden soll.
Außerdem wird durch die Dose ein optimaler Lichtschutz erzielt, was sich positiv auf die Haltbarkeit und Qualität des Leinöls auswirkt. Der Hersteller beschreibt sein Produkt als fein, mild und aromatisch.
Der Vorteil von Leinöl ist der hohe Anteil an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die sich positiv auf den Körper auswirken können. Dank der schonenden Kaltpressung, die unter Licht- und Luftausschluss erfolgt, wird eine hohe Qualität des Öles gewährleistet.
Auch die zuvor erwähnte Zusammensetzung der Fettsäuren bleibt aufgrund des fortschrittlichen Herstellungsverfahren erhalten. Zudem zeichnet sich das Leinöl von Byodo durch die DLG Goldmedaille aus, die es im Jahr 2014 erhalten hat.
Vorteile
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weist Bio-Qualität auf
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stammt aus Kaltpressung
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feiner nussiger Geschmack
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zu 100 Prozent naturbelassen
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eignet sich zum Verfeinern von Gerichten
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lichtgeschützte Verpackung aus Weißblech
Nachteile
- teurer als herkömmliche Speiseöle
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Deckel besteht aus Plastik
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darf nicht erhitzt werden
#2manako - kaltgepresstes Bio-Leinöl (100% rein)

Das kaltgepresste Leinöl von manako setzt sich aus gepressten Bio-Leinsamen zusammen, die sehr reich an ungesättigten Fettsäuren sind. Laut Produktangaben handelt es sich um ein Leinöl, das zu 100 Prozent frei von Zusätzen wie Konservierungsstoffen ist.
Durch die schonende und erste Kaltpressung bleibt ein hoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren erhalten. Der Hersteller manako betont, dass das Leinöl aus einer erntefrischen Leinsaat gewonnen und täglich frisch hergestellt wird.
Deswegen soll das Öl sehr bekömmlich sein und angenehm nussig schmecken. Es setzt sich zu 57 Prozent aus Linolensäure, 18 Prozent Ölsäure und 15 Prozent Linolsäure zusammen.
Da der Körper diese essenziellen Stoffe nicht selbst herstellen kann, können nur über die Nahrung aufgenommen werden.
In den Produktangaben wird außerdem betont, dass der Geruch des Leinöles an Heu und Nüsse erinnert. Man kann das Öl zum Verfeinern von frischen Salatdressings oder Dips verwenden, aber es eignet sich keineswegs zum Braten.
In den Produktangaben wird der Verzehr von 10 bis 15 Millilitern täglich empfohlen. Zudem sollte man das Leinöl möglichst kühl und lichtgeschützt lagern.
Vorteile
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wurde schonend gefiltert
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stammt aus erster Kaltpressung
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gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
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ist reich an ungesättigten Fettsäuren
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ist in einer hochwertigen Glasflasche abgefüllt worden
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die Leinsaat stammt aus einem kontrolliert biologischem Anbau
Nachteile
- darf nicht erhitzt werden
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unpraktischer Verschluss
#3BIOMOND - kaltgepresstes Bio-Leinsamenöl (5 Flaschen á 250 ml)

Der Hersteller BIOMOND bietet regulär drei Flaschen Bio-Leinsamenöl in einem Kaufumfang an, doch momentan wird das Angebot durch zwei weitere Flaschen erweitert, die als Geschenk an sämtliche Kunden anzusehen sind.
Aus den Produktangaben geht hervor, dass es sich stets um frisch gepresstes Leinöl aus der hauseigenen Ölmühle OMEGA handelt. Unmittelbar nach dem Absetzen wird das Öl eingefroren, um die empfindlichen Omega-3-Fettsäuren zu erhalten.
Die Gewinnung des Leinöles erfolgt durch schonende und erste Kaltpressung, wodurch ein nussiges und bekömmliches Speiseöl entsteht. Laut Hersteller ist dieses Leinöl vom Umtausch ausgeschlossen.
Das native Leinöl wird zu 99,9 Prozent aus einer braunen Leinsaat hergestellt, die aus einem kontrolliert biologischen Anbau stammt. Zudem wird wird die Speiseleinsaat vor der Pressung mehrfach gereinigt.
Das Öl enthält etwa 57 Prozent Linolensäure, 18 Prozent Ölsäure und 15 Prozent Linolsäure. Es eignet sich zur Verfeinerung von Salaten, Marinaden und Dips. Man darf Leinöl jedoch auf keinen Fall erhitzen, sondern nur zum Abschmecken bereits gekochter Speisen einsetzen.
Die empfohlene Dosierung des Öles liegt bei 10 bis 15 Millilitern täglich.
Vorteile
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milder Geschmack
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gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
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ist schonend kaltgepresst worden
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Öl befindet sich in hochwertigen Glasflaschen
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Leinsaat stammt aus kontrolliert biologischem Anbau
Nachteile
- eignet sich nicht für hohe Temperaturen
#4Ölmühle Solling - kaltgepresstes Bio-Leinöl

Das Leinöl von Ölmühle Solling wird aus einer erntereifen braunen Leinsaat gepresst, die aus einem kontrolliert ökologischen Anbau stammt. Es wird regelmäßig und mühlenfrisch durch schonende Kaltpressung sowie Filtrierung gewonnen.
Der Geschmack des Leinöls wird als nussig und mild beschrieben. Das Öl wird direkt vom Hersteller verkauft. Die Kontrollen auf Rückstände im Öl erfolgt durch akkreditierte Fachlabore in Deutschland.
Außerdem sollte wissen, dass Leinöl vegan, gluten- und laktosefrei ist. Der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren liegt bei 55 Prozent. Durch das schonende Herstellungsverfahren bleiben sowohl die wertvollen Inhaltsstoffe als auch der sortentypische und nussige Geschmack erhalten.
Da die Verarbeitung des Öles relativ schnell erfolgt, wird es weitestgehend vor Licht und Sauerstoff geschützt. In den Produktangaben wird Leinöl vor allem zu Quark und Pellkartoffeln empfohlen. Die Haltbarkeit des Öles liegt bei lediglich acht Wochen.
Um das vorzeitige Verderben des Leinöls zu verhindern, sollte man es im Kühlschrank lagern und möglichst schnell aufbrauchen. Die empfohlene Tagesdosierung liegt laut Hersteller bei einem Esslöffel.
Vorteile
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nussiger Geschmack
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weist Bio-Qualität auf
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wird in Deutschland hergestellt
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passt besonders zu Müsli, Quark und Salat
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befindet sich in einer hochwertigen Glasflasche
Nachteile
- darf nicht zum Braten eingesetzt werden
#5Feine Würze - kaltgepresstes Spreewälder Leinöl

Das Leinöl des Herstellers Feine Würze ist sehr reich an essentiellen Omega-3-Fettsäuren und übertrifft diesbezüglich sogar Fischöl um das Zehnfache. Das Öl wird mittels schonender Kaltpressung gewonnen.
Bei dem Herstellungsprozess werden maximal Temperaturen zwischen 35 bis 39 °C erreicht. Der Hersteller betont, dass es sich um ein Naturprodukt handelt, dass nicht gefiltert wird und frei von Zusatzstoffen sowie Gentechnik ist.
Sämtliche Schweb- und Trübstoffe bleiben daher in dem ungefilterten Leinöl enthalten. Es sollte unter keinen Umständen erhitzt werden, da ansonsten die wichtigsten Komponenten des Öles zerstört werden können.
Dazu zählen neben den essentiellen Omega-3-, Omega-6 und Omega-9-Fettsäuren auch Gerb- und Bitterstoffe. In den Produktangaben wird hervorgehoben, dass sich das Leinöl als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung anbietet und für Diabetiker geeignet ist.
Das Öl kann sowohl pur verzehrt als auch zum Anrühren von Dips, Salaten und anderen kalten Mahlzeiten genutzt werden. Die schonende Herstellung des Leinöles erfolgt unter geringem Druck und direkt auf einem Spreewälder Hof.
Die Leinsaat stammt aus der Dorfgemeinschaft Sellendorf und geht aus einer schonenden Landwirtschaft hervor. Der Hersteller Feine Würze betont, dass die Auslese der Saat in Handarbeit erfolgt und kein chemisches oder manuelles Filterverfahren zum Einsatz kommt.
Deswegen erhält man ein unbehandeltes und natives Leinsamenöl, das eine hohe Qualität aufweist.
Vorteile
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stammt aus Deutschland
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naturbelassen und kaltgepresst
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befindet sich in brauner und lichtgeschützte Glasflasche
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ist ungefiltert und enthält daher Trüb- und Schwebestoffe
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wird zur Lieferung mit umweltschonender Holzwolle umhüllt
Nachteile
- kein Bio-Produkt
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hat einen Plastikdeckel
#6Sanus Natura - Bio-Leinöl in 1000 ml Glasflasche

Das frische Leinöl von Sanus Natura stammt aus eigener Herstellung und wird in zwei separaten Glasflaschen geliefert, die jeweils 500 Milliliter beinhalten. Die Leinsaat stammt aus einem kontrolliert biologischen Anbau und enthält einen hohen Anteil an essentiellen Fettsäuren.
Das Öl wird mittels schonender Kaltpressung und unter geringem Druck gewonnen. Während des Herstellungsprozesses werden keine höheren Temperaturen als 40 °C erreicht. Die Pressung erfolgt unter einer Schutzatmosphäre, da das Öl sehr empfindlich auf Sauerstoff reagiert.
Daher weist das Leinöl einen hohen Anteil an Omega-3- und Omega-6-Fettsauren auf. Für eine möglichst lange Haltbarkeit sollte man es weitestgehend kühl und trocken lagern. Der Anbieter empfiehlt, dass man das Öl innerhalb von drei Monaten verzehrt.
Aufgrund der vorteilhaften Zusammensetzung der Fettsäuren wird Leinöl gerne in eine bewusste und ausgewogene Ernährung integriert.
Vorteile
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weist Bio-Qualität auf
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reich an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren
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wird durch schonende Kaltpressung gewonnen
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befindet sich in einer hochwertigen Braunglasflasche
Nachteile
- darf nicht erhitzt werden
#7Alnatura - kaltgepresstes Bio-Leinöl (6 x 250 ml)

Das Leinöl von Alnatura stammt aus einer biologischen Landwirtschaft und umfasst einen Kaufumfang von sechs Flaschen á 250 Milliliter. Der Geschmack wird in den Produktangaben als nussig und leicht bitter beschrieben.
Das Öl ist aufgrund des schonenden Herstellungsverfahren sehr reich an ungesättigten Fettsäuren. Wegen der kurzen Haltbarkeit, die bei etwa vier bis sechs Wochen liegt, sollte man es regelmäßig verwenden und kühl sowie trocken lagern.
Es darf unter keinen Umständen erhitzt werden und kann zur Neutralisierung des bitteren Geschmacks auch mit anderen Ölen kombiniert werden. Die Verfeinerung von Quark und Kartoffeln bietet sich ebenfalls sehr an.
Vorteile
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weist Bio-Qualität auf
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ist in Glasflaschen abgefüllt worden
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Flaschen haben einen praktischen Ausgießer
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wird mittels schonender Kaltpressung hergestellt
Nachteile
- darf nicht erhitzt werden
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leicht bitterer Geschmack
#8Rapunzel - natives Bio-Leinöl

Das Leinöl von Rapunzel zeichnet sich durch Bio-Qualität aus und kann pur oder zum Verfeinern von Quark, grünen Smoothies, Salaten und anderen kalten Mahlzeiten verwendet werden. Die Verarbeitung des Öles erfolgt unter dem sogenannten OXYGUARD®-Verfahren.
Hierbei wird die Leinsaat schonend unter Ausschluss von Luft und Licht kaltgepresst. Zudem wird auf starken Druck und hohe Temperaturen verzichtet, sodass die Inhaltsstoffe der Ölsaat während des Herstellungsprozesses erhalten bleiben.
Durch einen lichtundurchlässigen Karton wird das Leinöl bis zum Öffnen konsequent geschützt. Das Leinöl enthält wertvolle essentielle Fettsäuren, die lebensnotwendig für den menschlichen Körper sind und lediglich über die Nahrung aufgenommen werden können.
Das Unternehmen Rapunzel besteht schon seit 1974 und verfolgt das Ziel, möglichst vielen Menschen gesunde Lebensmittel anbieten zu können. Mit einem breiten Sortiment aus etwa 600 vegetarischen Bio-Produkten sollte für jeden etwas Passendes dabei sein.
Vorteile
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hochwertige Glasflasche
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wird schonend kaltgepresst
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milder und nussiger Geschmack
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wird in einer Glasflasche abgefüllt
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Leinsaat stammt aus biologischem Anbau
Nachteile
- kostet mehr als andere Leinöle
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kann nicht zum Braten verwendet werden
🌍 Herkunft des Gemeinen Lein
Der Gemeine Lein (Linum usitatissimum) ist eine Pflanze, die in Ägypten heimisch sein soll. Aus ihren ölhaltigen und reifen Samen wird Leinöl gewonnen. Der vermeintliche Ursprung der Pflanze konnte jedoch nie eindeutig geklärt werden, da sie auf der ganzen Welt verbreitet ist.
Sie wird auch als Saat-Lein oder Flachs bezeichnet und ist eine alte Kulturpflanze, die nicht nur zur Öl-, sondern auch zur Fasergewinnung angebaut wird. Der Gemeine Lein gehört zur Gattung der Lein und zur Familie der Leingewächse. [2]
Von den etwa 250 verschiedenen Lein-Arten hat lediglich der Anbau des Gemeinen Lein eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. Mittlerweile wird Lein in weiten Teilen Europas, Südamerikas, Asiens und in einigen Teilen der Vereinigten Staaten kultiviert. [3]
Sowohl die Leinsamen als auch Leinöl werden von vielen Menschen gerne für gesundheitliche Zwecke eingesetzt. Darüber hinaus fungiert Leinöl ebenfalls als ideale und natürliche Pflege für Echtholz.
📜 Inhaltsstoffe von Leinöl
Die ölhaltigen Leinsamen sind reich an Omega-3-Fettsäuren, die auch als α-Linolensäure oder ALA bekannt sind. Darüber hinaus enthalten sie phenolische Verbindungen (Lignane), Proteine, Ballaststoffe, Fasern und wichtige Mineralien wie Calcium, Magnesium und Phosphor. [4]
In Leinöl sind nur 9 Prozent gesättigte, 18 Prozent einfach ungesättigte und 73 mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Von den mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren macht die α-Linolensäure etwa 45 bis 71 Prozent und die Linolsäure 12 bis 24 Prozent aus. [5]
Der Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren geht mit durchschnittlich 17 bis 23,5 Prozent auf Ölsäure zurück. Einige Untersuchungen legen nahe, dass Ölsäure eventuell gegen entzündliche Erkrankungen wirken kann. [6]
Etwa 1 bis 10 Prozent der aufgenommenen Alpha-Linolensäure (ALA) werden im Körper zu den höherwertigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) umgewandelt, die wiederum in Lipide (Fette) gewandelt werden. [7]
Diese Fettmoleküle sollen sich positiv auf die Entwicklung des Gehirns, der Augen und des Nervensystems auswirken. Auch das Risiko für einen erhöhten Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Herzerkrankungen oder Gedächtnisschwund soll gesenkt werden. [7]
Übrigens enthält Leinöl auch einen Vitamin E (Tocopherole) Gehalt von 1,2 Milligramm pro 100 Gramm. Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin und Antioxidans, das die sogenannten freien und zeltschädigenden Radikale im Körper neutralisieren soll. [8]
Das fettlösliche Vitamin soll den Körper nicht nur vor der zellschädigenden Wirkung freier Radikale schützen, sondern auch die Immunfunktion stärken und die Bildung von Gerinnseln in Herzarterien vorbeugen. [9]
Doch der Anteil von Vitamin E in Leinöl ist zu gering, um den Tagesbedarf zu decken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene täglich 15 mg Vitamin E, das unter anderem auch in Sonnenblumenöl, Mandeln, Erdnüssen, Avocados und Kürbissen enthalten ist.
🥣 Herstellung
Um verzehrbares und hochwertiges Leinöl zu gewinnen, wird allein das Herstellungsverfahren der Kaltpressung angewandt. Heißgepresste Leinöle, die mit chemischen Lösungsmitteln behandelt und raffiniert werden, sind meistens nur für technische Zwecke ausgelegt.
Kaltpressung
Bei diesem Herstellungsverfahren wird die Leinsaat, die idealerweise aus einem biologischem Anbau stammen sollte, mit einer Schneckenpresse gepresst. Das bedeutet, dass die Saat mittels Schneckenwalze durch einen Presszylinder gedrückt wird.
Dies erfolgt in der Regel unter einem relativ geringen Druck, bei dem eine maximale Temperatur von bis zu 40 °C erreicht wird. Durch die geringe Temperatur werden die empfindlichen Fettsäuren nicht beschädigt.
Außerdem erfolgt die Pressung in der Regel unter einer sogenannten Schutzatmosphäre, bei der das Öl nicht in Kontakt mit Licht und Sauerstoff gerät. Stattdessen wird entweder reiner Stickstoff oder reines Kohlendioxid verwendet, um den Sauerstoff vom Leinöl fernzuhalten. [10]
Leinöl kann durch Sauerstoff nämlich sehr schnell oxidieren und entsprechend bitter werden. Deswegen entscheiden sich die meisten Hersteller von Leinöl für eine Kaltpressung unter Sauerstoffausschluss.
Nachdem das Öl gepresst wurde, werden die Schwebstoffe meistens entfernt. Wobei es auch einige Hersteller gibt, die ihr kaltgepresstes Leinöl vollkommen naturbelassen abfüllen und nicht filtrieren.
🍶 Wirkung von Leinöl
Bisher hat sich die Forschung vor allem auf Leinsamen spezialisiert, doch es gibt mittlerweile auch einige Untersuchungen und Studien, die vielversprechende Ergebnisse im Hinblick auf die Wirkung von Leinöl zeigen.
Im Folgenden wird vor allem die Möglichkeit erläutert, dass Leinöl als pflanzliche Quelle für essentielle Omega-3-Fettsäuren dienen kann. Bislang zählte nämlich vor allem Seefisch zu den Lebensmitteln, die einen sehr hohen Gehalt an essentiellen Omega-3-Fettsäuren aufweisen.
Die in Seefisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sollen sich bekanntermaßen positiv auf die Herzgesundheit auswirken. Eine Studie an der Universität von Jena zeigte, dass auch pflanzliche Öle wie Leinöl das Potential haben, eine gute Quelle für eine ähnliche Fettsäure zu sein.
In Leinöl sind nämlich hohe Anteile an α-Linolensäure enthalten, die ähnlich wie die Omega-3-Fettsäuren aus Fischen aufgebaut ist. Vor der Studie in Jena wurde der positive Effekt von α-Linolensäure für einen langen Zeitraum lediglich in tierischen Laborversuchen untersucht.
Seit einiger Zeit ist jedoch bekannt, dass geringe Mengen der aufgenommenen α-Linolensäure im Körper eines Menschens zu den aktiven Omega-3-Fettsäuren namens Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) umgewandelt werden. [11]
Grundsätzlich sind Omega-3-Fettsäuren essentiell für die körperliche Gesundheit und werden auch häufig mit einer entzündungshemmenden Wirkung in Verbindung gebracht. Außerdem sollen sie laut einiger Forscher die Herzgesundheit verbessern und das Gehirn vor frühzeitiger Alterung schützen. [12, 13, 14]
Studie zur Wirkung auf die Blutzucker- und Blutdruckwerte
Die Ernährungswissenschaftlerin Melanie Köhler hat eine klinische Studie zu Leinöl an der Universität Jena durchgeführt und erhielt dafür sogar den Alpro-Foundation Award des Jahres 2013.
Die beteiligten Forscher wollten unter anderem beweisen, dass pflanzliche Omega-3-Fettsäuren eine gute alternative Quelle für essentielle Fette sind, die eine vergleichbar vorteilhafte Wirkung auf den Körper haben können, wie die in Seefischen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren.
Hinsichtlich der Tatsache, dass die Meere immer leergefischter werden, ist dieser Forschungsansatz auch sehr wertvoll gewesen. Auch Fische aus Aquakulturen stellen keine Lösung für das Problem der überfischten Meere dar.
Schließlich enthalten Fische aus Aquakulturen bedeutend weniger Fettsäuren als Fische aus Wildfängen. Außerdem könnten auch Veganer und Vegetarier von Leinöl als pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren profitieren.
Zudem wollten die Wissenschaftler zeigen, dass Alpha-Linolensäure bei Patienten, die sich im Vorstadium des metabolischen Syndroms befinden, ebenfalls einen positiven Einfluss auf erhöhte Blutfette und Bluthochdruck nehmen kann.
Das sogenannte metabolische Syndrom ist nichts anderes als ein Sammelbegriff für unterschiedliche Krankheiten und Risikofaktoren, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen können.
Darunter fallen beispielsweise Übergewicht, Bluthochdruck, ein erhöhter Blutzuckerspiegel sowie ein gestörter Fettstoffwechsel. [15]
An der Studie von Melanie Köhler nahmen neun Männer und zehn Frauen teil, die über einen Zeitraum von acht Wochen täglich zwei Esslöffel pures Leinöl einnahmen. Während der Studie war ihnen der Verzehr von Fisch absolut untersagt.
Es stellte sich heraus, dass im Blut der Probanden doppelt so viele Omega-3-Fettsäuren als vor der Studie nachgewiesen werden konnten. Auch die Blutdruck- und Blutfettwerte konnten gesenkt werden, wobei die genauen Werte nicht veröffentlicht wurden. [16, 17]
🧬 Eigenschaften
Leinsamenöl soll laut zahlreicher Behauptungen und sogar einiger Untersuchungen eine potentiell gesundheitsfördernde Wirkung auf den Körper haben. Doch viele Annahmen zu der Wirksamkeit des Öls müssen weiter erforscht und wissenschaftlich belegt werden.
Trotz der möglicherweise vorteilhaften Eigenschaften von Leinöl sollte es nicht im Übermaß verzehrt werden. Bereits 10 bis 15 Milliliter Leinöl pro Tag sind vollkommen ausreichend. Diese Menge entspricht etwa zwei bis drei Teelöffeln.
Folgende Eigenschaften sind typisch für frisches und hochwertiges Leinöl:
- kann entzündungshemmend sein [16]
- Rauchpunkt bereits ab 107 ℃
- nussiger und milder Geschmack
- goldgelbe Farbe bei kaltgepresstem Öl
- enthält etwa 90% ungesättigte Fettsäuren
- ist geöffnet lediglich vier bis sechs Wochen haltbar
💡 Verwendung von Leinöl
Leinöl erfreut sich derzeit an einer großen Beliebtheit, da es laut einiger Untersuchungen wohl gesundheitliche Vorteile haben kann. Man kann das Öl sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden. Viele Menschen nehmen täglich sogar ein bis zwei Teelöffel pures Leinöl ein.
Die folgenden Anwendungsgebiete von Leinöl sind lediglich eine Zusammenfassung für die mögliche Verwendung des Öles. Ob Leinöl tatsächlich die Gesundheit positiv beeinflussen kann, muss durch weitere Forschungsarbeiten und Studien wissenschaftlich belegt werden.
Wer unter ernsthaften Beschwerden leidet, der sollte sich deswegen vor einer Selbstmedikation mit dem Öl unbedingt an einen Arzt wenden.
Für die Haut
Leinöl soll sich wohl positiv auf empfindliche Haut auswirken. In einer kleinen Studie mit nur 13 Probandinnen wurde die Wirkung des Öls auf die Haut getestet. Hierfür haben die Frauen täglich Leinöl für einen Zeitraum von 12 Wochen zu sich genommen.
Das Ergebnis zeigt, dass sich die Hautfeuchtigkeit der Teilnehmerinnen signifikant verbessert hat. Zudem nahm die Empfindlichkeit, Rauheit und Schuppenbildung bei den Teilnehmerinnen erheblich ab. Die Flüssigkeitszufuhr und die Glätte der Haut konnten insgesamt erhöht werden. [17]
Darüber hinaus wurde auch eine Tierstudie durchgeführt, die zu ähnlich positiven Ergebnissen führte. In dieser Studie hat man Mäusen mit Dermatitis für drei Wochen lang gewisse Mengen an Leinöl zugeführt.
Zum Ende der Studie konnte festgestellt werden, dass das Öl zu einer Verringerung der Rötungen, Schwellungen und des Juckreiz führen konnte. [18]
Bisher zeigen derzeitige Studien zu Leinöl also, dass die Einnahme des Öls zu einer verbesserten Hautfeuchtigkeit führen kann. Ferner liefern Tierstudien auch Hinweise darauf, dass Leinöl bei Hauterkrankungen wie Dermatitis helfen kann.
Es sind jedoch weitere Untersuchungen und Studien erforderlich, um die Wirkung von Leinöl auf empfindliche Haut genauer zu untersuchen.
Für die Herzgesundheit
In einigen Studien konnte festgestellt werden, dass Leinsamenöl einen sehr positiven Einfluss auf die Herzgesundheit nehmen kann. Denn Leinöl zeichnet sich durch seinen besonders hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure aus.
Alpha-Linolensäure gehört zu den essentiellen Omega-3-Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen und nur über die Nahrung aufnehmen kann. Laut einiger Ernährungswissenschaftler sollen diese Fettsäuren zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen. [19]
Eine Studie hat herausgefunden, dass die tägliche Einnahe von 15 Millilitern Leinöl innerhalb eines Zeitraums von 12 Wochen besser zu einem niedrigeren Blutdruck verhelfen kann als die Einnahme von Distelöl. [20]
Dies kann sehr vorteilhaft sein, wenn man bedenkt, dass ein ständig hoher Blutdruck eine große Belastung für das Herz darstellen kann.
Darüber hinaus soll Leinöl auch zu elastischeren Arterien verhelfen, was wahrscheinlich auf den hohen Gehalt der pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren zurückzuführen ist. Bei regelmäßiger Einnahme des Öls kann die Konzentration von Omega-3 im Blut signifikant erhöht werden. [21]
Außerdem wurde in zwei weiteren Untersuchungen bewiesen, dass Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend sowie blutdrucksenkend wirken können und aufgrund dessen vorteilhaft für die Herzgesundheit sein können. [22, 23]
Wer jedoch unter ernsthaften Beschwerden leidet, der sollte sich vor einer möglichen Selbstmedikation mit Leinöl unbedingt an seinen Hausarzt wenden. Trotz der genannten Untersuchungen und Studienergebnisse kann Leinöl keine Therapie oder Medikamente ersetzen.
Für die Verdauung
Wer häufig unter Darmbeschwerden wie Verstopfung oder Durchfall leidet, der kann eventuell die Einnahme von Leinöl erwägen. In einer Tierstudie mit Mäusen wurde nämlich erkannt, dass Leinöl sowohl abführend als auch gegen Durchfall wirken kann. [24]
In einer anderen Studie, die ebenfalls die Wirkung von Leinöl auf die Verdauung untersucht hat, nahmen 50 Dialysepatienten teil, die an Verstopfung litten. Sie erhielten zur Behandlung ihrer Verstopfung entweder Leinsamenöl, Olivenöl oder Mineralöl.
Nach vier Wochen kam es bei den Patienten, die Leinöl erhielten, zu einer verbesserten Stuhlkonsistenz und häufigerem Stuhlgang. Laut der Studienergebnisse ist die Wirksamkeit von Leinöl diesbezüglich aber mit Oliven- und Mineralöl gleichzustellen. [25]
Die bisherigen Untersuchungen zur Wirkung von Leinöl auf die Verdauung scheinen recht vielversprechend zu sein. Dennoch handelt es sich um Tierstudien oder Studien, an denen Menschen mit spezifischen Erkrankungen teilgenommen haben.
Deswegen kann man diese Ergebnisse vielleicht nicht zwingend auf die Allgemeinheit übertragen. Daher sind weitere Studien und Untersuchungen erforderlich, um die Wirksamkeit des Öls für die Allgemeinheit bewerten zu können.
Gegen Entzündungen
Leinöl enthält durchschnittlich etwa 45 bis 71 Prozent Alpha-Linolensäuren, die im Körper zu höherwertigen Omega-3-Fettsäuren umgewandelt werden. Laut Ernährungswissenschaftlern weisen Omega-3-Fettsäuren unter anderem eine entzündungshemmende Wirkung auf. [26]
In einer Studie konnte erkannt werden, dass Leinöl zu einer Reduzierung der Entzündungen bei übergewichtigen Menschen führen konnte. [27]
Laut einiger Behauptungen soll Leinöl in seiner entzündungshemmenden Wirkung ähnlich wie Olivenöl sein. Auch eine Tierstudie hat herausgefunden, dass Leinsamenöl stark entzündungshemmende Eigenschaften haben kann. [28]
Es scheint als könne die Wirkung von Leinöl unterschiedlich bei Menschen ausfallen. Es sind daher weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um die tatsächliche Wirksamkeit des Öls bei Entzündungen bestätigen zu können.
Als Holzpflege
Eine Behandlung mit Leinöl kann bei Holz sehr sinnvoll sein, um die Maserung des Materials zu intensiveren. Außerdem wird das Holz dank des Öls auch vor Feuchtigkeit geschützt, da es sehr tief eindringen kann.
Bevor man das Holz einölt, sollte man es zunächst sehr fein abschleifen, sodass eine glatte Oberfläche entsteht. Das spätere Ergebnis ist von der Glätte der Oberfläche abhängig, weswegen man diesen Schritt nicht überspringen sollte.
Danach sollte man das Leinöl bis kurz unter seinen Rauchpunkt von 107 ℃ erwärmen, damit es dünnflüssiger wird. Denn dünnflüssiges sowie warmes Öl lässt sich um einiges leichter auftragen und zieht sogar schneller ein.
Um die schützende Wirkung des Leinöls zu verstärken, kann man mehrere dünne Schichten auftragen. Dies kann solange erfolgen, bis das Holz kein weiteres Öl mehr aufnehmen kann. Zwischen den aufgetragenen Schichten sollte man das Öl gut einziehen lassen.
Wenn man mit dem Ergebnis zufrieden ist, dann sollte man das Holz etwa zwei Wochen vollständig durchtrocknen lassen. Erst nach dieser Zeitspanne kann man das Werk- oder Möbelstück wieder benutzen.
Man sollte bedenken, dass die Gefahr der Selbstentzündung für Materialien besteht, die in natürlichem Öl getränkt wurden. Daher sollte man Tücher, Papiere, Lappen, Pinsel oder Rollen nach der Anwendung des Leinöls gründlich mit Wasser und Seife auswaschen.
Alternativ kann man sie auch für einige Zeit in Wasser legen. Wenn etwas von dem erwärmten Leinöl übrig bleiben sollte, dann sollte man dies nicht mehr für den Verzehr verwenden.
🥄 Richtige Dosierung von Leinöl
Grundsätzlich ist Leinöl ein sicheres Öl, das bei einem normalen Verzehr kaum Nebenwirkungen birgt. Dennoch sollte man sich natürlich an die empfohlene Verzehrmenge halten, da eine zu hohe Aufnahme der enthaltenen α-Linolensäure nicht zu empfehlen ist.
Wer unter bestimmten gesundheitlichen Beschwerden leidet oder regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte sich vor der täglichen Einnahme von Leinöl lieber an seinen Arzt wenden.
Man kann das Öl entweder pur verzehren oder zum Verfeinern von kalten und fertig zubereiteten Speisen nutzen. Typischerweise gibt man das Öl auf Müslis, Salate, Quark, Joghurt oder bereits gekochte Suppen.
Der nussige Geschmack kann auch zu selbstgepressten Smoothies passen. Leinöl darf jedoch unter keinen Umständen zum Braten, Kochen oder Backen genutzt werden, da es aufgrund des hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Fettsäuren einen niedrigen Rauchpunkt hat.
Bei Menschen
Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt eine tägliche Einnahme von maximal ein bis zwei Teelöffeln Leinöl pro Tag. Mit dieser Menge erreicht man nämlich die empfohlene Tageszufuhr von Alpha-Linolensäure (kurz: ALA).
Aus einer geringen Menge dieser aufgenommenen pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren kann der menschliche Körper die wirksamen langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) bilden.
Diese Omega-3-Fettsäuren kommen auch in Seefischen wie Hering, Lachs, Makrele und Tunfisch vor. [29]
Bei Pferden
Einige Pferdebesitzer mischen Leinöl in das Futter ihrer Pferde, um die Haut und das Fell der Tiere zu pflegen. Außerdem kann das Öl eine ideale Versorgung mit essentiellen Omega-3-Fettsäuren schaffen und soll wohl auch die Verdauung des Pferdes fördern.
Zudem kann eine Optimierung des Energiestoffwechsels ohne Eiweißbelastung erzielt werden. Für ausgewachsene Pferde (500 kg) empfehlen die Hersteller solcher Produkte 50 Milliliter pro Tag. Bei Jung- und Kleinpferden genügen hingegen schon 25 Milliliter täglich.
Sollte es sich um ein Leistungspferd (500 kg) handeln, dann besteht ein erhöhterer Energiebedarf, weswegen man täglich 250 Milliliter bis 500 Milliliter in das Futter mischen kann. Hierbei entspricht der Energiegehalt von 300 Millilitern Leinöl etwa einem Kilogramm Hafer. [30]
Sicherheitshalber sollte man sich jedoch vor der Anwendung und Dosierung des Leinöls lieber bei einem Tierarzt erkunden.
Bei Hunden
Auch einige Hundebesitzer reichern das Futter ihrer Haustiere mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren an. Hierfür wird oftmals Fischöl genutzt, doch mittlerweile entscheiden sich einige Besitzer auch für Leinöl.
Obwohl die Verträglichkeit von Leinöl bei Hunden in der Regel relativ gut ist, sollte man seinem Tier nicht zu viel verabreichen. Maximal zwei Teelöffel Leinöl können für einen Hund ab 30 Kilogramm schon vollkommen genügen.
Für kleinere Hunde unter dieser Gewichtsklasse sollte man hingegen nur einen Teelöffel verwenden. Um eine mögliche Überdosierung zu vermeiden, sollte man sich diesbezüglich ebenfalls lieber an einen Tierarzt wenden und dort um Rat fragen.
🙇🏼♂️ Tipps zur Lagerung, zum Verzehr und anderen Darreichungsformen
Es folgen nun drei hilfreiche Tipps und Hinweise, die man bezüglich Leinöl kennen sollte. Für eine möglichst lange Haltbarkeit und Vermeidung von Oxidation kommt es auf die richtige Lagerung des Leinöls an.
Darüber hinaus sollte man unbedingt den beliebten Dip aus Quark und Leinöl probieren, der sehr gut zu Kartoffeln passt und ein traditionelles Gericht aus dem Lausitz ist. [31]
Außerdem kann man neben Leinöl auch andere Darreichungsformen wie Leinsamen oder Leinöl Kapseln konsumieren.
Tipp #1: Richtige Lagerung des Öls
Der ideale Lagerort für Leinöl ist der Kühlschrank, in dem es dunkel und kühl ist. Ungeöffnete Leinöle kann man auch in das Gefrierfach legen und bis zur Anwendung einfrieren. Da Öl eine andere Dichte als Wasser aufweist, dehnt es sich nicht in der Glasflasche aus.
Dadurch kann man die Haltbarkeit eines ungeöffneten Öles um bis zu sechs Monate verlängern. Zum Auftauen sollte man das Leinöl in den Kühlschrank legen. Nach Anbruch sollte man Leinöl möglichst zeitnah aufbrauchen, da es schnell oxidieren und ungenießbar werden kann.
Tipp #2: Leinöl mit Quark und Kartoffeln essen
Dieses typische Gericht soll seinen Ursprung im Lausitz finden und sehr schmackhaft sein. Man benötigt lediglich folgende Zutaten:
- Leinöl
- Sahne- oder Magerquark
- Kartoffeln
- evtl. Schnittlauch
- evtl. Pfeffer
- evtl. Salz
Nachdem man die Kartoffeln wie gewünscht zubereitet hat, gibt man sie zusammen mit dem Quark auf einen Teller. Den Quark kann man zum Beispiel mit Schnittlauch sowie etwas Salz und Pfeffer verfeinern.
Anschließend gibt man eine kleine Menge des Leinöls auf den Dip. Je nach Belieben kann man das Leinöl auch in kleine Portionsschälchen füllen, sodass jeder selbst das Öl auf den Quark oder die Kartoffeln verteilen kann.
Der selbstgemachte Dip aus Quark und Leinöl passt übrigens auch sehr gut zu Gemüse.
Tipp #3: Andere Darreichungsformen von Leinöl
Neben Leinöl bietet der Markt mittlerweile auch Leinöl Kapseln an, die man leichter als das pure Öl einnehmen kann. Wer den nussigen Geschmack von Leinöl also nicht bevorzugt und dennoch an die Wirkung des Öls glaubt, kann auf leinölhaltige Kapseln zurückgreifen.
Ein weiterer Vorteil der Kapseln ist, dass sie genau dosiert und oftmals etwas günstiger als pures Leinöl sind. Außerdem kann man durch die Einname von Leinöl Kapseln eine gleichbleibende Aufnahme des Öls gewährleisten.
Viele Hersteller solcher Kapseln achten sogar auf eine vegane und glutenfreie Kapselhülle, sodass sie auch von Veganer, Vegetariern oder Personen, die an Zöliakie leiden, eingenommen werden können.
Abgesehen davon, kann man auch Leinsamen verzehren. Die Samen der Leinpflanze sind sowohl geschrotet als auch ungeschrotet erhältlich. Laut zahlreicher Behauptungen sind sie förderlich für die Verdauung und schmecken angenehm nussig.
Wer sich für die Einnahme von Leinsamen entscheidet, sollte laut Umweltbundesamt nicht mehr als 20 Gramm der Samen pro Tag aufnehmen. Denn in Leinsamen ist häufig ein erhöhter Gehalt an Cadmium enthalten. [32]
Außerdem setzen sie sich auch aus einem geringen Anteil an Blausäure zusammen. Doch auch das Bundeszentrum für Ernährung betont, dass bei einer maximalen Einnahme von zwei Esslöffeln Leinsamen keine schädlichen Auswirkungen zu erwarten sind. [33]
🤔 Hat Leinöl auch Nebenwirkungen?
Prinzipiell sind bei der normalen Verzehrmenge von maximal zwei Teelöffeln Leinöl kaum Nebenwirkungen bekannt. Erst bei der täglichen Einnahme von 30 g Leinöl, in dem etwa 6 Gramm α-Linolensäure enthalten wären, kann es zu Magen- und Darmbeschwerden kommen. [34]
Außerdem können einige Personen eventuell allergisch auf Leinsamen reagieren, weswegen man dies gerade als Allergiker bei der ersten Einnahme des Öls bedenken sollten. [35]
Schwangere oder stillende Frauen sollten von der Einnahme des Leinöls lieber absehen. Es gibt zwar keine Hinweise darauf, dass Leinöl eine negative Wirkung auf das Ungeborene haben kann, aber es gibt auch keine eindeutigen Belege für den vorteilhaften Einfluss des Öls.
Außerdem sollte man wissen, dass Leinöl den Abbau von Medikamenten beeinflussen kann. Bei einer zu hohen Einnahme des Öls soll sogar die Aufnahme von Medikamenten über die Schleimhaut beeinträchtigt werden.
Man sollte Medikamente grundsätzlich nicht zusammen mit Leinöl einnehmen, sondern mindestens eine Stunde warten. Pro Tag sollte man nicht mehr als zwei Teelöffel Leinöl einnehmen.
Wer zum Beispiel regelmäßig Medikamente zur Blutverdünnung oder für andere Zwecke einnimmt, der sollte sich vor der regelmäßigen Einnahme von Leinöl sicherheitshalber unbedingt an seinen Hausarzt wenden.
💰 Kaufkriterien
Wer auf der Suche nach einem hochwertigen Leinöl ist und einen Fehlkauf vermeiden möchte, der kann auf die folgenden Kaufkriterien blicken. Das Angebot an verschiedenen Leinölen ist nämlich so groß, dass man sehr schnell den Überblick verlieren kann.
Herstellungsverfahren
Die meisten Leinöle, die zum Verzehr angeboten werden, sind kaltgepresst. Bei diesem Herstellungsverfahren wird auf den Einsatz von hoher Hitze verzichtet, damit die wertvollen Fettsäuren nicht zerstört werden.
Eine Besonderheit bei der Herstellung von Leinöl ist auch, dass sie unter Ausschluss von Sauerstoff erfolgt. Das Öl reagiert nämlich aufgrund des hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren sehr empfindlich auf Sauerstoff.
Manche Hersteller nutzen für die Herstellung ihres Öles sogar das Oxyguard-Verfahren, bei dem das Leinöl bei der Herstellung sogar vor Lichteinfluss geschützt ist. Daher sollte man beim Kauf des Öles darauf achten, ob der Hersteller genauere Angaben zu dem Herstellungsverfahren macht.
Reinheit
Wer sich für den Kauf eines Leinöls entscheidet, der sollte unbedingt auf die Liste der Inhaltsstoffe blicken. Einige Leinöl-Produkte sind nämlich auch mit anderen Ölen gemischt, was den Gehalt der pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren verringern könnte.
Wenn man den Studienergebnissen der Ernährungswissenschaftlerin Melanie Köhler von der Universität Jena vertraut, dann zeichnet sich Leinöl gerade durch diese wertvollen Fettsäuren aus, weswegen man beim Kauf auf die Reinheit des Öles achten sollte.
Bio-Qualität
Dieses Kaufkriterium ist sehr bedeutsam, wenn man auf der Suche nach einem hochwertigen Leinöl ist. Viele Anbieter entscheiden sich für eine Leinsaat aus biologischem Anbau. Dies kommt nämlich nicht nur den Konsumenten, sondern auch der Umwelt zugute.
„Suchen Sie immer nach einem biologischem, kapgepresstem und nicht raffiniertem Leinsamenöl, damit Sie sich sicher sein können, dass das Produkt frei von Pestiziden und Toxinen ist.“, erklärt Dr. Francis Pitsilis, die als erfahrene Ärztin in Neuseeland tätig ist. www.nzherald.co.nz
Schließlich muss in einer reinen Bio-Landwirtschaft strengstens auf den Einsatz von schädlichen Pestiziden verzichtet werden. Auch bei der anschließenden Pressung und Verarbeitung werden keine chemische Zusätze oder andere bedenkliche Stoffe eingesetzt.
Kurzum sind die Richtlinien bei der Herstellung von Bio-Leinöl also viel strenger als bei Ölen aus konventionellem Anbau. Der nachhaltige Anbau und die schonende Herstellung wirken sich sowohl auf die Qualität als auch auf den Kaufpreis eines Bio-Leinöls aus.
Doch wer ein hochwertiges Pflanzenöl wie Leinöl verwenden und davon profitieren möchte, der sollte durchaus etwas mehr darin investieren.
Geschmack
Den Geschmack eines Öles kann man vor dem Kauf natürlich nicht prüfen, aber beim Onlinekauf kann man zumindest auf die Kundenbewertungen von anderen Käufer blicken. Denn der Geschmack von Leinsamenöl ist ein wichtiges Indiz für Qualität.
Frisches Leinöl weist einen angenehm milden sowie nussigen Geschmack auf, der keineswegs bitter ist. Aufgrund des hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Fettsäuren kann das Öl jedoch bei falscher Herstellung oder langer Lagerung schnell ranzig werden.
Durch die Oxidation des Öles kann dann ein bitterer Geschmack entstehen, der nicht gerade angenehm ist. Deswegen sollte man ranzig oder sehr bitter schmeckendes Leinöl nicht verzehren, sondern es höchstens zur Holzpflege nutzen oder artgerecht entsorgen.
Zusatzstoffe
Naturprodukte wie Leinöl, die keine Zusätze enthalten, sind viel empfindlicher und können entsprechend schneller verderben. Daher kann es auch Anbieter von Leinöl geben, die ihr Produkt mit bestimmten Konservierungsstoffen anreichern.
Auf solche Produkte sollte man jedoch verzichten und sich lieber für ein naturbelassenes Leinöl entscheiden. Gerade für Allergiker oder empfindliche Personen können unnatürliche Zusatzstoffe keineswegs empfehlenswert sein.
Haltbarkeit
Wie bereits erwähnt, hat naturbelassenes Leinöl eine sehr kurze Haltbarkeit und sollte deswegen richtig gelagert und schnell konsumiert werden. Beim Kauf des Öls sollte man darauf achten, dass es ungeöffnet etwa fünf bis sechs Monate haltbar ist.
Falls ein Hersteller eine viel längere Haltbarkeit verspricht, kann es sich entweder um eine Fehlinformation oder ein mit Konservierungsstoffen angereichertes Leinöl handeln. Nach dem Öffnen sollte man Leinöl übrigens innerhalb von vier bis sechs Wochen aufbrauchen.
Durch den schnellen und regelmäßigen Verzehr kann man einen unangenehmen Geschmack des Öles vermeiden. Der optimale Lagerort von Leinöl sollte möglichst kühl, trocken und dunkel sein.
Im Kühlschrank oder Gefrierfach kann man das Öl ideal unterbringen und sogar die Haltbarkeit verlängern. Selbst wenn man Leinöl in das Gefrierfach legt und es einfriert, besteht kein Grund zur Sorge, dass die Glasflasche platzt.
Denn Öl dehnt sich bei Kälte nicht aus. Außerdem kann bei gefrorenem Leinöl keine Oxidation stattfinden. Dadurch kann sich die Haltbarkeit um bis zu sechs Monate verlängern. Zum Auftauen und anschließenden Verwenden sollte man das Öl unbedingt in den Kühlschrank stellen.
Verpackung
Leinöl zählt zu den Speiseölen, die am empfindlichsten auf Licht, Hitze und Sauerstoff reagieren. Die Verpackung des Öles ist also immens wichtig, um die Qualität möglichst lange aufrecht zu erhalten.
Deswegen sollte man sich für ein Leinöl entscheiden, dass in einer dunklen Glasflasche oder einer hochwertigen Dose aus Weißblech gelagert wird. Dadurch wird ein optimaler Schutz vor Lichteinstrahlung gewährleistet.
Der Vorteil an Glasflaschen ist, dass man sie nach dem Aufbrauchen des Öles auch weiterhin für andere Zwecke wiederverwenden kann.
Flaschenöffnung
Damit ein Leinöl auch während der Nutzung weitestgehend geschützt ist, sollte man sich für ein Produkt mit einer möglichst kleinen Öffnung bzw. einen sogenannten Springdosierer entscheiden. Dadurch ist der Kontakt mit Sauerstoff um einiges geringer.
Außerdem ermöglicht die kleine Flaschenöffnung eine präzise und einfache Dosierung des Leinöls, was natürlich ein zusätzlicher Vorteil sein kann.
📍 Wo kann man Leinöl kaufen?
Aufgrund der hohen Beliebtheit des Öles wird es mittlerweile in Drogeriemärkten, Discountern, Apotheken und Reformhäusern verkauft. Darüber hinaus kann man das Öl natürlich auch in unzähligen Onlineshops kaufen.
Apotheke
In Apotheken wird Leinöl in Form von Speiseöl oder Kapseln angeboten. Letzteres bietet sich vor allem für diejenigen an, die den Geschmack des Öles vielleicht nicht mögen. Doch pures Leinöl überzeugt in der Regel mit einer höheren Qualität.
Rossmann
Der Drogeriemarkt Rossmann verkauft das kaltgepresste Bio-Leinöl seiner Eigenmarke „enerBIO“. Der Kaufpreis dieses Öles liegt bei nur 1,99 Euro.
Aus den Kundenbewertungen und der Produktbeschreibung geht hervor, dass das Öl einen bitteren Geschmack aufweist und aus einer Nicht-EU-Landwirtschaft stammt.
dm
Auch dm bietet das kaltgepresste Bio-Leinöl seiner Eigenmarke „dmBio“ für einen Preis von 1,95 Euro an. Es stammt zwar zumindest aus einer EU-Landwirtschaft, aber weist laut der Rezension einer Käuferin wohl ebenfalls einen bitteren Geschmack auf.
Müller
In Müller wird das Leinöl von Alnatura für einen Preis von 1,99 Euro verkauft. Dieses Öl wurde im Jahr 2015 von der Stiftung Warentest sogar mit der Note „gut“ geehrt.
Edeka
Edeka verkauft das native Leinöl von „Edeka Bio“, das eine Eigenmarke des Discounters ist. Der Kaufpreis wird auf der Webseite von Edeka nicht genannt und außerdem geht aus den Hinweisen zu dem Produkt hervor, dass es möglicherweise nicht in allen Edeka Märkten erhältlich ist.
Netto
In Netto ist das native Leinöl von „BioBio“ erhältlich und kostet lediglich 1,79 Euro. Bei BioBio handelt es sich um eine Eigenmarke von Netto, die mittlerweile über 400 Lebensmittel anbietet, die den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung entsprechen.
Rewe
Rewe bietet das kaltgepresste Leinöl seiner Eigenmarke „REWE Bio“ an. Es kostet 2,99 und stammt ursprünglich aus Frankreich. Aus den Produktangaben geht hervor, dass es einen leichten und nussigen Geschmack aufweist.
Reformhaus
Selbst Reformhäuser bieten naturbelassene Bio-Leinöle an. Im Reformhaus-Onlineshop wird beispielsweise das Omega Leinöl von „Dr. Budwig´s“ verkauft, das von Öko-Test mit der Note „sehr gut“ geehrt wurde. Der Kaufpreis dieses Öls liegt bei 11,90 Euro.
Onlinekauf
Im Internet übertrifft die Auswahl an verschiedenen Leinölen das Sortiment aller lokalen Geschäfte. Doch beim Onlinekauf hat man nicht nur ein viel größeres Angebot, sondern auch eine übersichtlichere Darstellung von Produkten.
Dadurch kann man verschiede Öle gut miteinander vergleichen und sich für ein ansprechendes Leinöl entscheiden. Darüber hinaus kann man sich im Internet auch ausgiebig über das Öl informieren und interessante Informationen durchlesen.
Wenn man sich für ein Leinöl entschieden hat, dann kann man es sich ganz einfach nach Hause liefern lassen. Bei Unzufriedenheit können einige Hersteller sogar eine Geld-zurück-Garantie anbieten.
📋 Tests zu Leinöl
Bevor man sich für den Kauf eines bestimmten Leinöles entschließt, kann man sich im Internet nach Testergebnissen von vertrauenswürdigen Unternehmen, Instituten oder Organisationen umsehen, um einen Fehlkauf zu vermeiden.
Stiftung Warentest
Im August des Jahres 2015 hat die Stiftung Warentest einen wissenswerten Artikel mit Testergebnissen zu Gourmet-Ölen veröffentlicht. Darin wurde fast jedes zweite Öl mit der Note „mangelhaft“ bewertet.
In dem Test wurden insgesamt sechs kaltgepresste und hochwertig erscheinende Leinöle getestet. Durch den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren ist Leinöl zwar sehr gesund, aber gleichzeitig auch höchst empfindlich.
Schon nach einem Tag kann sich ein bitterer Geschmack entwickeln, der zum Beispiel mit Quark neutralisiert werden kann. Auch in Salaten, Dips oder in Müslis kann Leinöl vermengt werden. Es darf jedoch keineswegs erhitzt werden.
Von den sechs getesteten Leinölen schnitt lediglich das Bio-Leinöl von Alnatura mit der Note „gut“ ab. Die Stiftung Warentest betont, dass es das einzige Öl im Test war, dass keine Geschmacksfehler aufwies und nur wenig Schadstoffe enthielt.
Die Bio-Leinöle von Rewe und Aldi-Nord wiesen einen untypischen Geruch und Geschmack für Leinöl auf. Der Geschmack beider Öle soll nämlich an ätherische Öle und Tanne erinnern, wobei das Leinöl von Rewe zusätzlich stichig-modrig gewesen sein soll.
Die Leinöle von „Kunella“ und „Neuco Linosan“ hätten laut der Stiftung Warentest sogar gar nicht verkauft werden dürfen, weil sie einen zu hohen Gehalt an krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) aufwiesen.
Außerdem wird auf der Flasche von Kunella angegeben, dass es sich um einen „Genuss aus der Spreewaldregion“ handelt. Auf Nachfrage der Stiftung Warentest hat der Anbieter hingegen mitgeteilt, dass die Leinsaat aus Kasachstan stammt.
Die Verbraucherorganisation empfiehlt, dass man Leinöl möglichst schnell aufbrauchen sollte, da es aufgrund seiner Empfindlichkeit sehr schnell ranzig werden kann. Selbst im ungeöffneten Zustand sind Leinöle nur wenige Monate haltbar. [36]
Öko-Test
Auch Öko-Test hat einen Bericht und Testergebnisse zu 20 vermeintlich hochwertigen Ölen veröffentlicht. Der Bericht ist im Oktober 2014 erschienen und hat sich neben Leinöl auch mit Arganöl, Traubenkernöl und Kürbiskernöl beschäftigt.
Die Testergebnisse der eigentlich edlen Öle werden als enttäuschend und ernüchternd beschrieben. Die Kriterien für den Test beliefen sich auf den möglichen Schadstoffgehalt, die Qualität und die geschmacklichen Eigenschaften der Öle.
Bei nahezu jedem Öl konnten gewisse Anteile an Mineralöl, Weichmachern oder PAK´s zu einem Abzug in der Endnote führen. Vor allem Bio-Produkte waren von einem relativ hohen Gehalt an Weichmachern betroffen.
Obwohl der Aufnahme dieser schädlichen Stoffe bei einer normalen Verzehrmenge weit unterhalb der Toleranzwerte bleiben, hat Öko-Test dies streng bewertet. In dem Leinöl von „Neuco Linosan“ konnte ein höherer Benzo(a)pyren Wert nachgewiesen werden als erlaubt ist.
Öko-Test betont, dass diese Verbindung zu den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gehört, die für den Menschen krebserregend, erbgutschädigend und fortpflanzungsgefährdend sein können. [37]
Verbraucherzentrale Bayern
Die Verbraucherzentrale Bayern hat einen kurzen Artikel bzw. eine sehr ausführliche Antwort zu einer Frage bezüglich Leinöl beantwortet. Mit der Frage hat sich eine Person darüber erkundigt, in welcher Preisklasse ein gesundheitlich hochwertiges Leinöl zu finden ist.
Die Verbraucherzentrale Bayern erläutert, dass man bereits ab fünf bis sechs Euro pro 250 Milliliter ein hochwertiges Bio-Leinöl aus deutschen Mühlen erhalten kann. Der genaue Endpreis sei von der Absatzmenge und -struktur der jeweiligen Ölmühe abhängig.
Darüber hinaus wird in der Antwort zu der Frage erklärt, dass man frisches Leinöl hauptsächlich an einem nicht bitteren Geschmack erkennt. Wenn das Öl jedoch mit Licht und Luft in Kontakt kommt, oxidiert es recht zeitnah und kann entsprechend ranzig werden.
Deswegen sollte man geöffnetes Öl möglichst schnell aufbrauchen. Die Lagerung sollte unter kühlen und dunklen Umständen erfolgen. Je nach Bedarf kann man Leinöl sogar für einige Wochen gefrieren.
Zum Schluss der Antwort gibt es einen Verweis zu dem aussagekräftigen Test zu Speiseölen von Öko-Test, der in diesem Ratgeber bereits erläutert wurde. [38]
Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
Das Bundeszentrum für Ernährung hat einen Artikel mit hilfreichen Hinweisen zu Speisefetten und -ölen veröffentlicht. Darin wird mitgeteilt, dass Öle wie Leinöl sehr rech an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind und deswegen schnell ranzig werden können.
Deswegen sollte man vor allem Leinöl lieber im Kühlschrank lagern. Darüber hinaus macht das BZfE deutlich, dass kaltgepresste und native Speiseöle nicht erhitzt werden dürfen. Sie eignen sich lediglich zur Verfeinerung von kalten Gerichten.
Nähere Informationen zu Speiseölen und -fetten gibt es auf der Webseite des Bundeszentrums für Ernährung. [39]
🤷🏻♀️ Erfahrungen mit Leinöl
Viele Anwenderinnen und Anwender machen positive Erfahrungen mit kaltgepresstem und naturbelassenem Leinöl. Zu der positiven Erfahrung trägt nicht nur der angenehm nussige Geschmack, sondern auch die vorteilhafte Fettsäurezusammensetzung bei.
Wer keinen Fisch ist, der kann in Leinöl eventuell eine ideale pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren finden. Diese essentielle Fettsäuren sind auch für ihre entzündungshemmende und sanft lipidsenkende Wirkung bekannt. [40, 41, 42]
Doch wer seinen Cholesterinspiegel wirklich senken möchte, der sollte neben der Einnahme von Leinöl auch auf eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse achten, da diese reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind.
Der Körper benötigt diese Nährstoffe dringend für sämtliche Stoffwechselvorgänge wie zum Beispiel den Fettstoffwechsel. Die in Obst und Gemüse enthaltenen Ballaststoffe tragen unter anderem auch zur Bindung und Ausscheidung von überschüssigem Cholesterin bei. [43]
✍🏻 Fazit
Leinöl ist ein eine gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren und zeichnet sich durch einen angenehm nussigen Geschmack aus. Man kann es entweder pur einnehmen oder zum Verfeinern von Salaten einsetzen. [44]
Es ist reich an essentiellen Fettsäuren, die wiederum zur Linderung von Entzündungen und Senkung des Cholesterinspiegels beitragen können. Die regelmäßige Einnahme von Leinöl kann also recht vorteilhaft sein, zumal Nebenwirkungen nur sehr selten und meistens mild sind.
Wer es innerlich anwendet, der sollte darauf achten, dass er die empfohlene Tagesdosierung von ein bis zwei Teelöffel einhält. Auch die äußerliche Anwendung zur Pflege der Haare, Haut oder von Holzmöbeln kann sehr empfehlenswert sein.